Spital am Pyhrn

Dr. Vogelgesang-Klamm

Eine wildromantische Felsenschlucht mit Doktortitel in Spital am Pyhrn. Zweitlängste Klamm Österreichs. Da er auch Obmann des VERSCHÖNERUNGSVEREINS war, bemühte er sich sehr um die Begehbarmachung dieser wildromantischen, über 1,5 km langen Felsenschlucht, daher trägt sie den Namen. Die Dr. Vogelgesang-Klamm wurde erstmal 1906 für die damaligen Sommerfrischler zm Teil begehbar gemacht. 1908 wurde die Klamm durch Hochwasser zerstört.

1926 - 1927 wurde von der Gemeinde Spital am Pyhrn die ganze Felsenschlucht mit Stiegen und Stegen, die im senkrechten Felsen verankert sind, zum Durchwandern hergerichtet. Beim Durchsteigen der Dr. Vogelgesang-Klamm sind ca. 500 Stufen zu erklimmen. Diese Treppen und Stege werden vor der Öffnung Anfang Mai immer genau überprüft und den ganzen Sommer über gut betreut, so dass die Besucher sicher und gefahrlos das Naturschauspiel des stürzenden Wassers gut miterleben können.

Diese Klamm wird vom Kleinkind bis zum rüstigen 80ziger oder noch darüber hinaus gerne besucht.

 

3 Hütten Wanderung

Beim Klammausgang kommt man auf die Bosruckhüttenstraße, wo auch der internationale Fernwanderweg Nr. 601 beschildert ist. Die Bosrückhütte - 1.036 m ist jeweils von Anfang Mai bis Ende Oktober und von Weihnachten bis Ostern bewirtschaftet.

Der Weg 601 führt gemächlich ansteigend weiter und man erreicht das Rohrauerhaus 1.308 m in ca. 45 Min. und ist bewirtschaftet von ca. Mitte Mai bis Ende Oktober. Bei entsprechender Kondition und guter Trittsicherheit könnte man über den so genannten "Hofersteig" Nr. 615, es ist ein teilweise sehr steiler Anstieg, zum 2.244 m hohen Großen Pyhrgas gelangen, Gehzeit ca. 2,5 Stunden.

Vom Rohrauerhaus führt ein eher flacher, nur teilweise leicht ansteigender Weg Nr. 618 entlang der Pyhrgasflanke zum Hofalmsattel 1.330 m, wo man einen großartigen Talblick auf Spital am Pyhrn und das Windischgarstnerbecken hat, sowie einen Rundblick auf viele Berggipfel des Toten Gebirges, die bis zu 2.515 m hoch sind.

Vom Hofalmsattel führt der Weg 614 in ca. 2 Std. Gehzeit zum Gipfel des Großen Pyhrgas. Etwa 10 Gehminuten unterhalb des Hofalmsattels befindet sich die Hofalm 1.305 m, bewirtschaftet von ca. Mitte Mai bis ca. Mitte Oktober. Gehzeit vom Rohrauerhaus bis zur Hofalm ca. 45 Min. Für den Abstieg von der Hofalm ins Tal zur Grünau oder nach Spital am Pyhrn bieten sich zwei Wege an.

Der Pyhrgasweg Nr. 614 ist ein steiler Waldsteig oder der Fahrweg Nr. 618 und ab dem Finstertal die Forststraße, Weg Nr. 7 ist bequemer zu begehen. Für den Weg ins Tal muss man mindestens 2 Stunden einrechnen.

 

Wanderalm Wurzeralm

Am bequemsten und schnellsten gelangen Sie mit der Standseilbahn auf die 1.430 m hoch gelegene Alm. Die Wurzeralm mit dem Landschaftsschutzgebiet "Teichlboden", es ist das größte Nieder- und Hochmoor im östl. Kalkalpenbereich, wird nicht umsonst als Wanderalm bezeichnet. Sie ist nicht nur Ausgangspunkt zahlreicher Bergtouren und luftiger Kletterpartien. Der internationale Fernwanderweg, Abschnitt Nr. 201 führt von der Talstation Wutzeralm über das Tote Gebirge, das Warscheneck zum Großen Priel und weiter ins Salzkammergut.

Ein relativ flacher Rundwanderweg um das Nieder- und Hochmoor zum Brunnsteinersee erlaubt ein gemütliches Wandern und Spazieren. Im Spätfrühling (Anfang Juni) und in den Sommermonaten wird das Auge des Wanders von einem farbenprächtigen Blütenmeer mit bemerkenswerter Artenvielfalt an Pflanzen erfreut. Der Rundwanderweg ist gut markiert und vom Plateau der Bergstation aus gut ersichtlich.

Eine gemütliche Wanderung von ca. 1/2 Std. führt vom Wurzeralm-Almdorf auf das Schwarzeck (1.537 m) und bringt einen schönen Ausblick zum Bosruck, zum Pyhrgas und zum Almgebiet der Arlingalmen auf der gegenüberliegenden Talseite. Vom Almdorf, vorbei am Berghaus Wurzeralm in einigen Serpentinen, teils entlang der Schleppliftterasse hinauf zum kleinen Plateau, wo im Juli der Arnika seine Vollblüte erreicht.

Gerne wird auch die Tageswanderung von der Wurzeralm zur Dümlerhütte gemacht, Gehzeit ca. 2 Std. Man folgt der Bergstation durch das Almdorf dem Rundwanderweg, vorbei am "Teichlschwund" zu den Filzmooseralmen. Bei der Ohlerhütte verlässt man den Rundwanderweg in Richtung Norden und folgt den AV-Weg Nr. 218 zum Halssattel und weiter zur Dümlerhütte. Vor dem Halssattel könnte man einen Abstecher, rechts abzweigend über steile Almwiesen und schütteren Lärchen- und Latschenbewuchs zum Stubwieswipfel (1.786 m) machen, wo man eine herrliche Aussicht genießt. Gehzeit von der Abzweigung vor der Stubwiesalm ca. 1 1/2 Stunden.

Von der Dümlerhütte, 1.495 m, bewirtschaftet von Anfang Mai bis Ende Oktober, wird gerne zum Gleinkersee 608 m oder vorbei am Pießling Ursprung nach Roßleithen 706 m, abgestiegen. Gehzeit ebenfalls ca. 2 Std. Es empfiehlt sich über die AV-Wege Nr. 218 oder 293 abzusteigen. Der Wanderweg Nr. 218 führt zum Bahnhof Windischgarsten, Gehzeit ca. 4 Std.

 

Gowilalm

Ein Ausgangpunkt zur Gowilalm ist der Parkplatz beim Goslitzbauer nach der Jausenstub'n Singerskogel in Oberweng. Von hier führt der Weg Nr. 616 stetig ansteigend, größtenteils im schattigen Bergwald zur Gowilalm (ca. 1 1/2 Std.).

Ein zweiter Ausgangspunkt ist beim Parkplatz Großhütte in Oberweng. Da führt der Weg leicht ansteigend über die Forststraße zur Sonnleithner Schottergrube - ab dem Sattel mit herrlichem Ausblick - am Weg Nr. 618 bis zur Holzeralm (nicht bewirtschaftet) und weiter auf die Gowilalm.

Durch's Goslitztal: Vom Parkplatz Goslitzbauer am Weg 617 durch das romantische Goslitztal, einige Male das Bachbett querend, über blühende Almwiesen vorbei an der Stefansbergalm (teilweise bewirtschaftet) zur Holzeralm. Von da führt der Weg leicht ansteigend über eine Almwiese, im letzten Teil etwas steiler ansteigend, zur Gowilalm. Gesamtgehzeit ca. 1 3/4 Std. Das Ziel ist sehr lohnend - die Gowilalm ist eine kleine und wunderschöne Wanderalm! Von den Wirtsleuten werden Sie mit allerlei Köstlichkeiten verwöhnt.

Die Gowilalm ist Ausgangspunkt für die Gipeltour auf den Kleinen Pyhrgas - 2.023 m (Weg Nr. 617) - 1 1/2 Std. Gehzeit oder auf den Großen Pyhrgas 2.244 m (Weg Nr. 616) - ca. 3 Std. Gehzeit. Vom Bahnhof Spital am Pyhrn über Weg Nr. 616 und 617 zur Gowilalm (Gehzeit: 3 Std.).

 

Gleinkersee

Direkt von Spital am Pyhrn können Sie zum wunderschönen, kleinen Gebirgsbadesee, dem Gleinkersee wandern, er ist übrigens der wärmste Bergsee in Oberösterreich.

Ausgehend von der baroken Stiftskirche, den Weg Nr. 1 zuerst ein Stück auf der Austraße entlang. Nach ca. 15 Min. zweigt der Weg links ab, führt auf einer Brücke über die Autobahn A9 und dann in den Wald. Teilweise führt der Weg etwas steiler bergauf und mündet dann in eine Forststraße, auf der Sie bequem bis zum Gleinkersee gelangen. Der Weg endet am Parkplatz des Sees.

 

Warscheneck

Ab dem ÖAV-GH Linzerhaus auf der Wurzeralm den internationalen Fernwanderweg 201 auf flachem Weg zum Brunnsteinersee folgen. Vom See beginnt ein steiler aber harmloser Anstieg zum Rotenwand-Sattel. Weiter entlang des Berggrates hinauf auf die Schulter über die Speikwiese kurzer Abstieg zum Aufschwung des "Toten Mannes" - Trittsicherheit gefordert - vom Toten Mann zieht sich ein leicht ansteigendes Felsplateau zum Gipfel des Warschenecks.

Der Fernwanderweg 201 führt hinunter zur Zellerhütte und weiter nach Vorder- und Hinterstoder.

Vom Frauenkar über den leichten Klettersteig - Südostgrat zum Warscheneck. Ab der Talstation der Frauenkar Doppelsesselbahn zweigt der Weg Nr. 218 ab in Richtung "Eisernes Berger." Teilweise entlang der Skipiste und weiter im stark zerklüfteten Gelände und schütteren Lärchenwald zweigt ein gut markierter Weg ohne Nummer zur Bergstation der Frauenkarbahn ab. In einer Mulde vor der Bergstation beginnt der markierte Anstieg über den "Wiederlechnerstein" zum Warscheneck. Er ist mit Stegbügel, Haltegriffen und Seilen gut versichert.

Gehzeit von der Frauenkar Bergstation ca. 1 1/2 Std.

Ab der Talstation Frauenkar ca. 2 1/2 Std.

Die Frauenkar Doppelsesselbahn ist von Anfang Juli bis Anfang September jeweils Mittwoch - Samstag - Sonn- und Feiertag nur bei Schönwetter in Betrieb!